Fonds Vergleich: Wie finde ich die besten Fonds?

Wem die Anlage in konservative Geldanlagen wie Tagesgeld, Festgeld oder Bundesschatzbriefe nicht lukrativ genug ist und der auch dazu bereit ist, ein erhöhtes Risiko einzugehen, für den eignet sich auch die Geldanlage in Fonds. Nur: Wie findet man die besten Fonds bei der schieren Masse an Angeboten am Markt, die dazu in dutzenden Varianten vorhanden sind?

Je nach Fondsausrichtung und Fondsgestaltung kann die Anlage in einen Fonds gegenüber konservativen und sicheren Anlagen wie Festgeld und Tagesgeld nur wenig mehr Gewinne bringen oder sehr lukrative Renditen innerhalb einer kurzen Zeit bieten. Wichtig ist, dass man sich als Anleger von Anfang des Risikos bewusst sein muss, denn hohe Renditen bedeuten auch ein höheres Risiko, hohe Gewinne, aber auch hohe Verluste, zu erzielen,

Hierbei kann man entweder von Anfang an die Fonds mischen, z. B. „sichere“ Fonds mit spekulativen oder gleich einen gemischten Fonds wählen. Prinzipiell gilt, dass die Auswahl verschiedener Fonds mit unterschiedlichen Anlageschwerpunkten und Spekulationsrisiken meist besser ist, als ein gemischter Fonds - hier hat man letztendlich noch den Vorteil, dass man nur einen und nicht den gesamten Fonds abstoßen muss, wenn sich dieser schlecht entwickeln sollte.

Je breiter ein Fonds angelegt ist, das heißt, je größer das Portfolio der Anlage ist, desto sicherer kann (muss aber nicht) dieser sein. Das heißt, dass Aktien von verschiedenen Firmen aus möglichst verschiedenen Bereichen und Regionen Bestandteil des Fonds sein sollten, da somit die Wahrscheinlichkeit erhöht wird, dass wie z. B. bei Fonds mit einem regionalen Schwerpunkt oder Branchenschwerpunkt, nicht alles auf einmal sinkt.

Es ist wesentlich unwahrscheinlicher, dass verschiedene Branchen gleichzeitig abstürzen oder verschiedene Regionen, da sich eine Krise meist regional (z. B. Asienkrise) oder innerhalb einer Branche (z. B. Automobilbranche) ereignet. Dies stellt natürlich keine Garantie auf Sicherheit dar, denn bei einer weltweiten Krise, wie der Finanzkrise 2008 / 2009, ist auch das kein Schutz. Dazu kommt, dass mit einer Verteilung des Risikos auch die mögliche Rendite verringert werden kann.

Bei Fonds gilt somit wie im Leben: Auf einem Bein kann man nicht stehen - je mehr Bereiche ein Fonds umfasst, desto sicherer kann dieser sein. Gerade bei sehr breit gefächerten Fonds, die neben der Anlage in Aktien und Wertpapiere auch auf andere Gewichtungen, z. B. eine Anlage in Festgeld, Staatsanleihen oder Rohstoffe setzen, tragen sehr viele Schultern die Last und damit das Risiko.

Für unerfahrene Anleger, die das Spekulationsrisiko nicht scheuen, können diese besser, weil einfacher sein - erfahrene Anleger können sich diese Mischung auch selbst zusammenstellen, indem sie gezielt branchenspezifische Fonds bzw. Schwerpunktfonds kaufen, um somit die eigene Rendite zu erhöhen, indem schwache Fonds abgestoßen werden. Ein gemischter Fonds behält hingegen auch bei Krisen in einzelnen Schwerpunkten seine Anlagestrategie oft bei.

Leider gibt es bei der Auswahl des besten Fonds keinen zuverlässigen Vergleich, da kein Fonds dem anderen gleicht. Selten gibt es Fonds, die im Aufbau deckungsgleich mit einem anderen sind und auch zurückliegende Erfolge müssen kein Garant für den zukünftigen Erfolg sein - das Problem ist einfach, dass jeder Fonds von unterschiedlichen Banken und deren Experten zusammengestellt wird und der Erfolg eines Fonds letztendlich in geringerem Umfang vom Portfolio, sondern hauptsächlich immer vom Management des Fonds abhängt.

Und dieses lässt sich leider nicht vergleichen mangels einer einheitlichen Basis, obwohl dies das Kriterium überhaupt ist. Ein hochspekulativer Fonds mit einem sehr guten Management kann letztendlich besser sein, als ein sicherer Fonds mit einem schlechten Management.

Die scheinbare Sicherheit oder das höhere Risiko allein für sich genommen hängt, wie auch die Vergangenheit zeigte, fast immer davon ab, auch wenn „sichere“ Fonds mit einem geringeren Risiko Fehler des Managements eher verzeihen als ein Fonds im spekulativen Bereich. Im Zuge der Finanzkrise sind beispielsweise auch vorher gut eingestufte Fonds spektakulär abgestürzt oder bisherige „Wackelkandidaten“ stabil geblieben, da das Management die Lage jeweils anders einschätzte.