Mehr Geld verdienen

Was fast immer knapp ist, ist das liebe Geld. Aber wie kann man mehr Geld verdienen, damit am Ende des Geldes auch noch genug Monat übrig bleibt? Welche Möglichkeiten sind sinnvoll und eignen sich für wen? Und kann jeder einfach so mehr Geld verdienen oder gibt es auch Einschränkungen?

Die einfachste Möglichkeit mehr Geld zu verdienen ist, den Arbeitgeber um eine Gehaltserhöhung zu bitten. Einfach ist das aber nur dann, wenn man ausreichend gute Argumente vorbringen kann, z. B. weil man ein langjähriger Mitarbeiter ist und es dem Betrieb besser zu gehen scheint. Das letzte sollte man so offen natürlich nicht ansprechen, aber den Moment abpassen, wenn dem so ist. Ein recht guter Indikator ist hierfür eine hohe Beschäftigung, neue Mitarbeiter und ggfs. auch Überstunden, die eher die Regel als die Ausnahme darstellen.

Aber: Ein Arbeitgeber neigt prinzipiell eher dazu, einen langjährigen und „wertvollen“ Mitarbeiter, zu dem bereits ein Vertrauensverhältnis besteht, eine Gehaltserhöhung zu gewähren, vor allem wenn diese längere Zeit zurückliegt, als einem neu eingestellten, der sich erst einmal bewähren muss.

Diese können statt eine Gehaltserhöhung zu erfragen um mehr Geld zu verdienen, auch versuchen, mehr Stunden zu arbeiten, wenn dies möglich ist. Sinnvoll ist das jedoch nur in Lohnarbeitsverhältnissen, wo ein Stundenlohn gezahlt wird und nicht in Angestelltenverhältnissen, wo die Stundenzahl und das Gehalt hierfür festgeschrieben sind. Hier empfiehlt sich eher eine „Kompetenzerweiterung“, sprich: mehr Aufgabenfelder und damit auch eine höhere Bezahlung.

Eine andere Möglichkeit ist die der Weiterbildung und Fortbildung um sich selbst als Arbeitskraft aufzuwerten. Hier sollte entweder gezielt vorgegangen und die Fortbildung mit dem Arbeitgeber abgesprochen werden oder sich am Markt orientiert werden. Der Vorteil der gemeinsamen Absprache ist, dass man sich nicht „sinnlos“ weiterbildet in einem Feld, welches seitens des Betriebs überhaupt nicht benötigt wird und dass viele Arbeitgeber auch während einer Fortbildung dazu bereit sind, sich daran zu beteiligen und auch schon mehr Geld zu zahlen.

Wer sich frei fortbildet ohne das mit dem Arbeitgeber abzusprechen, sollte sich am Markt ausrichten um die Möglichkeit zu haben, auch in einen anderen Betrieb zu wechseln und dort ein höheres Gehalt aufgrund einer höheren Qualifikation zu bekommen. Aber auch hier gilt, dass man nur bereit ist für etwas zu zahlen, was man auch braucht. So nutzt eine Fremdsprache wenig, wenn man nur in einem kleinen Handwerksbetrieb arbeitet, der nur regionale Kunden hat.

Wer weder nach einer Gehaltserhöhung fragen möchte oder eine Fortbildung machen will, da dies zu lang dauert, der kann auch einen Nebenjob annehmen. Was sich einfach anhört, ist es jedoch oft nicht, da ein Nebenjob unter Umständen vom Arbeitgeber genehmigt werden muss - denn: sollte die Gefahr bestehen, dass durch die Mehrarbeit der Arbeitnehmer im Hauptberuf eingeschränkt werden sollte oder seinen Erholungsurlaub zum Arbeiten nutzt, kann der Arbeitgeber ein berechtigtes Interesse vorbringen und die Ausübung untersagen.

Während dies bei geringfügigen Beschäftigungen mit nur wenigen Stunden pro Woche eher nachrangig ist, solange die gesetzliche Höchstgrenze an Wochenarbeitszeit nicht überschritten wird, muss der Arbeitgeber prinzipiell jeden Nebenjob genehmigen, der in einem Konkurrenzbetrieb ausgeübt wird.

Wer das Risiko nicht scheut und mehr Geld verdienen möchte, aber auch welches übrig hat, der kann auch versuchen, mit Spekulation, z. B. an der Börse, mehr Geld zu verdienen. Aber: Gerade für absolut unerfahrene empfiehlt sich das nicht, da die Wahrscheinlichkeit, Geld zu verlieren, wesentlich höher ist, als welches zu verdienen. Dazu kommt, dass sich das Spekulieren an der Börse meist nur mit einem gewissen Grundkapital lohnt, damit die Gewinne nicht von den Gebühren für das Depot und den Ankauf und Verkauf aufgefressen werden.

Wer sicher gehen will, kann hier Festgeld oder Tagesgeld nutzen - aber so richtig viel mehr Geld verdienen in kurzer Zeit kann man damit nicht, da man selbst im absoluten Idealfall derzeit selten mehr als 4 - 5 % an Zinsen pro Jahr erwirtschaften kann. Wer so nur 1.000 Euro anlegt, hat also pro Jahr nur 40 - 50 Euro mehr und pro Monat folglich weniger als 3 - 4 Euro - aber zumindest ist selbst im schlechtesten Fall das Geld nicht weg.