Corporate Bonds - in Unternehmensanleihen investieren

Anleihen sind, je nachdem ob es sich um Unternehmensanleihen oder um Staatsanleihen handelt, sehr unterschiedlich, sowohl was beispielsweise die Sicherheit, als auch was die Rendite angeht. Unternehmensanleihen im speziellen werden von Firmen auf nationalem oder internationalem Boden ausgegeben, Unternehmensanleihen nennt man auch Corporate Bonds oder einfach nur Corporates. Unternehmensanleihen stellen gerade bei großen Konzernen eine willkommene Form der Finanzierung dar, ohne Kredit bei der Bank aufnehmen zu müssen.

Die Bonität des Emittenten ist von ausgesprochen großer Bedeutung, denn anders als beispielsweise bei Pfandbriefen werden normalerweise keine zusätzlichen Sicherheiten hinterlegt. Entsprechend wirkt sich auch das jeweilige Rating auf die Konditionen aus, was wiederum in geringeren oder eben höheren Renditen für den Anleger gipfelt und damit auch in niedrigere oder höhere Kosten für das jeweilige Unternehmen.

Wie riskant sind Corporate Bonds?

Das Insolvenzrisiko von Unternehmen sollten Anleger im Grunde immer im Hinterkopf behalten, auch wenn eben aus diesem Grund theoretisch hohe Renditen möglich sind (vgl. General Motors, Ford Motor Company etc.). Die Pleite von Lehman Brothers macht deutlich, dass das Insolvenzrisiko für Anleger allgegenwärtig ist - bewertet wird die Bonität dabei von den so genannten Ratingagenturen, wie beispielsweise Fitch, Standars & Poor’s oder Moody’s. Dieses Anleihenrating ist für Anleger von höchstem Interesse, es dient als eine Art Kennziffer, und zwar sowohl vor Erwerb der Anleihen, als auch während der Laufzeit.

Dabei gilt, dass ein Bond mit hervorragendem Rating eine entsprechend niedrigere Rendite aufweist, als Unternehmensanleihen, die schlechter geratet sind. Es gibt Bonds, die mit einem Step-down- oder einem Step-up-Coupon versehen wurden: bei diesen Anleihen wird bei einem veränderten Rating der Nominalzins gesenkt oder erhöht.

Sonderform

Unternehmensbonds bestehen auch als so genannte Hybrid Anleihen. Dabei handelt es sich um Anleihen, die nachrangig besichert sind und eine Art gemischte Form aus Fremdkapital und Eigenkapital darstellen, ähnlich also wie Genusscheine. Dies bedeutet, dass bei Ausfall des Emittenten der Anleger nach den übrigen Gläubigern bedient wird.

Fazit: Unternehmensanleihen sind unsicher und sollten entsprechend nur einen geringen Teil der geführten Rentenpapiere ausmachen. Möglich sind zur Absicherung auch Anleihen, die mit Staatsgarantie emittiert werden, wie Beispielsweise Unternehmensanleihen der Commerzbank im Jahr 2009. Möglichst sichere Anleihen gehören im Sinne der mittelfristigen bzw. langfristigen Geldanlage weiterhin zu den sehr geeigneten Anlageprodukten.