Sparbuch besser als Tagesgeld?

Für konservative Anleger steht es nicht weiter zur Debatte, ein gewisses Risiko einzugehen, um ggf. etwas mehr Rendite zu erzielen - entsprechend viele Anlageprodukte fallen bei den Überlegungen dieser Anleger weg. In die engere Auswahl werden oft und in erster Linie das Tagesgeldkonto, nach wie vor jedoch auch das Sparbuch einbezogen - doch kann der „Klassiker“ unter den konservativen Geldanlagen gegen den Newcomer Tagesgeld tatsächlich bestehen?

Trotz Flexibilität renditestark

Das Tagesgeldkonto kann sehr viele Anleger überzeugen, und das hat ins Besondere einen Grund: die Zinsen sind, trotz der wirklich hohen Flexibilität, die der Anleger genießt, auf einem ansprechenden Niveau. Zum Vergleich: beim Festgeld müsste man sich für mindestens ein oder zwei Jahre festlegen, um auf das Zinsniveau von Tagesgeldkonten zu kommen.

Die Flexibilität eines Tagesgeldkontos schlägt sich zum einen in der unkomplizierten Handhabung des Kontos, das eigentlich nicht großartig beaufsichtigt werden muss, nieder, zum anderen jedoch auch in der Tatsache, dass ein Tagesgeldkonto keine feste Laufzeit aufweist. Das bedeutet: das Konto kann jederzeit und ohne Verluste bzw. ohne, dass Gebühren anfallen würden, vollständig gekündigt werden. Eine Kündigung der Anlage ist jedoch nicht einmal notwendig, es reicht, das eingezahlte Kapital auf ein Referenzkonto zu überweisen, um über das Geld verfügen zu können.

Sparbuch - old but gold?

Auch wenn das Sparbuch derzeit eine Art Renaissance feiert, wie die Experten einstimmig behaupten, leider weist es nach wie vor viele Nachteile auf, die es im Vergleich mit anderen sicheren Geldanlagen in ein nicht allzu gutes Licht rücken: zum einen legt sich der Anleger mit der Eröffnung gewissermaßen fest, denn es besteht eine Kündigungsfrist von normalerweise drei Monaten.

Möchte man über sein Kapital verfügen, so ist dies eingeschränkt bzw. bis zu einem gewissen Betrag von beispielsweise EUR 2.000 möglich - Beträge, die über die vereinbarte Summe hinausgehen, können nur abgehoben werden, wenn das Sparbuch gekündigt wird. Ist der Anleger ungeduldig und kann bzw. will die Kündigungsfrist nicht abwarten, kann er diese umgehen, indem er die Bank quasi „ausbezahlt“ (Vorfälligkeitsentschädigung).

Zu guter Letzt, ein Blick auf die Rendite beim Sparbuch: leider zeigen sich auch hier nur Nachteile gegenüber dem Tagesgeldkonto, im Vergleich liegen die Zinsen beim Sparbuch deutlich unter den Zinsen bei einem Tagesgeldkonto, vor allem dann, wenn man sich auf die Top-Anbieter beider Produkte konzentriert.