Energie sparen mit einer Ölheizung

Heizen mit Öl ist teuer und ineffizient? Eingeschränkt kann dies noch immer bejaht werden, auch wenn das Bild, das viele Personen von einer Ölheizung im Kopf haben, mittlerweile nicht mehr unbedingt mit der Realität übereinstimmt. Diese Wandlung ist der Entwicklung der Technik in den letzten Jahren zu verdanken: heizen mit Öl war nie effizienter, als heutzutage.

Voraussetzung: die richtige Technik

Der tatsächliche Heizölverbrauch lässt sich mit der richtigen Technik spürbar verringern. Weiterer Vorteil: die Modernisierung einer Ölheizung ist in aller Regel deutlich günstiger, als der komplette Wechsel des Systems.

I. Die Standardtechnik

Was bedeutet überhaupt Standardtechnik? Gemeint ist, dass die Ölheizung mit Standardtechnik mit einer fest eingestellten Kesselwassertemperatur betrieben wird. Unabhängig vom Warmwasserbedarf oder dem Wetter bleibt die Temperatur also immer gleich, weswegen bei dieser Technik auch häufig von Konstanttemperatur-Kesseln gesprochen wird.

Energiesparen mit Ölheizung Früher war die angesprochene Technik der Standard (siehe Bezeichnung: Standardtechnik). Mittlerweile jedoch gilt diese Technik als veraltet und wird entsprechend nicht mehr eingebaut. Problematisch ist, dass Ölheizungen, die nach Standardtechnik arbeiten, viel Energie verschwendet: obwohl in der warmen Jahreszeit weitaus weniger Wärme benötigt wird, arbeitet er im Sommer wie im Winter auf demselben Niveau.

Deutlich besser wird Energie verwertet bei einer Öl-Brennwertheizung: wird ein Standardkessel gegen eine neue Öl-Brennwertheizung getauscht, werden bis zu 30 % Energie eingespart - ein Plus für Ihren Geldbeutel und für unsere Umwelt.

Die Brennwerttechnik:

Die Öl-Brennwerttechnik gilt als sehr effizient: konventionelle Anlagen pusten die heißen Abgase zum Schornstein hinaus, während moderne Anlagen mit Brennwerttechnik den Abgasen die Kondensationswärme entziehen, die im Wasserdampf gebunden ist. Diese zusätzliche Wärme wird dem Heizsystem zugeführt, die Nutzungsgrade liegen bei etwa 98 % was bedeutet, dass das Öl beinahe verlustfrei in nutzbare Wärme umgewandelt wird. Bei Niedertemperaturkesseln, die noch immer stark in deutschen Haushalten vertreten sind, liegen die Nutzungsgrade hingegen bei etwa 87 % - es werden hohe Abgastemperaturen (zwischen 140 und 160° C; Brennwert) erreicht.

Führende Hersteller von modernen Ölheizungen sind August Brötje, Buderus BBT Thermotechnik, Capito Heiztechnik, De DietrichElco, Enertech, Herrmann, Hoval, MHG Heiztechnik, Oertli Rohleder Wärmetechnik, ROTEX Heating Systems, Solvis, Vaillant, Viessmann, Weishaupt und Wolf.

Lohnt eine Modernisierung?

Die Vorteile einer Heizungsmodernisierung liegen eigentlich auf der Hand:
  • geringerer Energieverbrauch

  • niedrigere Heizkosten

  • dauerhafte Reduzierung der Instandhaltungs- und Wartungskosten

  • verbesserter Wärmekomfort

  • Platzeinsparungen durch kompaktere modernere Heizungsanlage

  • Wertsteigerung des Eigenheims bzw. der Immobilie
Zur Veranschaulichung von möglichen Einsparungen das folgende Rechenbeispiel:

Bei Umstieg auf eine Heizung mit Brennwerttechnik (vorher Niedertemperaturanlage) ist es möglich, eine Energieersparnis von bis zu 10 Prozent zu erzielen. Ist die vorhandene Technik noch älter, kann man mit einem Einsparpotenzial von bis zu 30 % rechnen.

Angenommen, der bisherige Jahresverbrauch lag bei 4500 Litern pro Jahr - daraus ergibt sich eine Einsparung von etwa 3500 Litern. Liegt der Heizölpreis bei 66 Cent pro Liter, würde sich daraus eine Einsparung von EUR 900 pro Jahr ergeben.

Inklusive Installation und sämtlichen Handwerksarbeiten kostet eine Öl-Brennwertheizung etwa EUR 8000 durchschnittlich - eine Investition, die sich in unserem Rechenbeispiel nach etwa 10 Jahren amortisiert hätte, nicht eingerechnet sind dabei die stetig ansteigenden Energiepreise. Verglichen mit sonstigen energetischen Sanierungsmaßnahmen ergibt sich hier eine recht gute Kosten Nutzen Bilanz.

Die Modernisierung der Heizungsanlage ist im Grunde nicht mit größerem Aufwand verbunden und in aller Regel nach etwa eineinhalb Tagen erledigt: im ersten Schritt wird dabei durch die Heizungshandwerker der alte Kessel ausgebaut und entsorgt, im zweiten Schritt muss in den Schornstein ein bestimmtes Abgasrohr eingezogen werden. Danach folgen nur noch Anschluss und Überprüfung des Brennwertgeräts.