Mit der Comfort Card bezahlen

Größere Anschaffungen können selten auf einen Schlag bezahlt werden und nicht immer möchte man bei jedem Kauf eine neue Ratenfinanzierung abschließen. Eine Lösung hierfür ist die Comfort Card der Santander Bank, denn mit dieser kann man direkt eine Sofortfinanzierung beim Kauf abschließen.

Der Vorteil für den Kunden: Anstatt dass mit einem Händler verhandelt werden und jedesmal erneut in eine SCHUFA Auskunft eingewilligt werden oder ein Gehaltsnachweis erbracht muss, entfällt das bei der Comfort Card. Ein weiterer Vorteil: Händler gewähren für Artikel, die über eine Finanzierung gekauft werden, selten Rabatte.

Mit der Comfort Card wird jedoch keine Finanzierung bei einem Händler, sondern über die Santander, die die Comfort Card anbietet geschlossen. Das heißt: Man kann den Händler herunterherhandeln und dann mit der Comfort Card bezahlen. Die einzige Voraussetzung hierfür ist: Man besitzt eine Comfort Card und der Händler akzeptiert diese. Das ist relativ leicht am Comfort Card Logo, ähnlich des EC, VISA oder anderen Logos, erkennbar, mit dem die Händler werben können.

Wenn man mit der Comfort Card bezahlen möchte, kann schnell und einfach eine Finanzierung geschlossen werden - die Bedingungen sind hierbei wesentlich klarer und offener als bei verschiedenen Einzelfinanzierungen mit Händlern, die man alternativ abschließen könnte.

Zum einen kann die monatlich zu zahlende Rate selbst, auch nachträglich, angepasst werden. Sie muss jedoch mindestens 13 Euro pro Monat bzw. mindestens 1/40 des Kaufpreises betragen. Das heißt in der Praxis: Kauft man z. B. einen Kühlschrank oder Fernseher für 1.000 Euro, so muss die monatliche Rate mindestens 25 Euro betragen.

Ein weiterer Vorteil, wenn man mit der Comfort Card bezahlen möchte, ist, dass man die finanzierte Summe jederzeit auch auf einen Schlag oder in Teilen zurückzahlen kann - ohne dass hierfür zusätzliche Kosten in Form von Abschlagszinsen anfallen, die bei einer normalen Finanzierung fällig wären.

Die Comfort Card kann man entweder beim Kauf eines Artikels beantragen, wenn der Händler dies anbietet, oder bereits vorher. Beides hat Vorteile: Sollte man die Comfort Card bereits vorher beantragen, so ist dies kostenlos - es fallen keine Gebühren an, wenn man diese „auf Vorrat“ hat.

Bei der Beantrangung bei einem Kauf ist der Vorteil, dass bei einem Kauf ab 100 Euro beim ersten Mal ein 10 Euro Bonus auf das hinterlegte Girokonto gutgeschrieben wird - den gibt es nämlich nur, wenn man die Comfort Card innerhalb von 4 Wochen nach Erhalt benutzt. Die Comfort Card kann bequem online beantragt werden - die Verifizierung der Angaben erfolgt per PostIdent Verfahren.

Den Vorteil der kostenlosen Sondertilgung sollte man jedoch wenn möglich auch nutzen - denn wie jede Finanzierung verursacht auch die Finanzierung mit der Comfort Card Kosten. Diese entstehen in Form von, wenn auch geringen, Zinsen auf den offenen Saldo, also auf den Betrag, den man noch nicht zurückgezahlt hat. Das heißt: Je höher der noch offene Betrag ist, der noch bezahlt werden muss, desto mehr Zinsen muss man zahlen.

Diese Zinsen müsste man aber auch ohne Comfort Card zahlen, denn diese sind in der Regel bei den Händlern bei einer selbst angeboten Finanzierung mit einkalkuliert - deswegen gibt es bei einer „0 % Finanzierung“ auch keine Rabatte, die Barzahler erhalten würden.

Die Comfort Card bietet zudem den Vorteil, dass auch ein Zeitverzug möglich ist - sprich: heute kaufen, aber erst nach ein paar Monaten mit der Tilgung beginnen oder dann den vollen Betrag zu bezahlen.

Die Comfort Card hat jedoch auch Nachteile: Zum einen werden nur Artikel und Käufe erst ab einem Wert von 100 Euro finanziert, nicht darunter - für geringwertige Einkäufe kann man sie also nicht nutzen. Außerdem erhält man mit der Comfort Card nur eine einfache, günstige und bequeme Möglichkeit zur Finanzierung - es lässt sich im Gegensatz zur einer Kreditkarte kein Bargeld an Automaten abheben.