Beste Haftpflichtversicherung

Die private Haftpflichtversicherung gehört zwar nicht zu den gesetzlichen Pflichtversicherungen, wie etwa die Kfz Haftpflichtversicherung für Autofahrer, jedoch sollte sie trotzdem jeder haben: Denn eine gute Haftpflichtversicherung kostet nur wenige Euro im Monat und schützt alle Familienmitglieder im Haushalt vor den größten Alltagsrisiken.

Angesichts der finanziell ruinösen Situation, in die man geraten kann, wenn man keine Haftpflichtversicherung abgeschlossen hat - das berühmte „bis ans Lebensende zahlen müssen“ - ist es immer wieder erstaunlich, dass nicht einmal 67 % aller Deutschen eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen haben, was auch am Versicherungsdschungel liegen mag, denn die Anzahl der Angebote zur privaten Haftpflicht ist schier unüberschaubar.

Die beste Haftpflichtversicherung ist …?

Bei der Auswahl der besten Haftpflichtversicherung sind im Grunde nur wenige, dafür aber wichtige Punkte zu beachten. Diese sind kurz gesagt:
- die Höhe der Versicherungssumme,
- Sonderbedingungen / Risikobedingungen,
- eine Schaden Ausfalldeckung,
- die Haftpflichtversicherung gilt für alle Haushaltsangehörigen und natürlich
- die Höhe des Beitrags.

Die beste Haftpflichtversicherung ist günstig, bietet eine sehr hohe Versicherungssumme, ist nicht eingeschränkt durch Sonderbedingungen und Risikobedingungen abweichend von den AHB des GDV (Allgemeinen Versicherungsbedingungen für die Haftpflichtversicherung des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft) und bietet eine Schaden-Ausfalldeckung.

Und was heißt das alles konkret?

Versicherungssumme
Die Versicherungssumme sollte bei der privaten Haftpflichtversicherung mindestens 3 Millionen Euro betragen, im besten Fall mehr. Versicherungssummen von bis zu 20 oder 25 Millionen Euro sind sicherlich zu hoch gegriffen und sollen in erster Linie nur den Beitrag teuer machen, jedoch ist bei einem schweren Personenschaden ein Kostenvolumen von 2 - 3 Millionen Euro realistisch, oder auch mehr.

Man sollte in diesem Fall nie am falschen Ende sparen, denn die Versicherung zahlt im Fall des Falles nur bis zur maximalen, vereinbarten Deckungssumme. Der Normalfall, also die umgeworfene Vase bei Freunden, das Brandloch in der Couch bei Bekannten oder das kaputte Fenster des Nachbarn beim Fußball spielen im Garten ist im Kostenrahmen jeder Haftpflichtversicherung eingeschlossen - Sachschäden sind jedoch mit mehreren hundert bis tausend Euro im Vergleich zu Personenschäden, die schnell in den Millionenbereich gehen können, „günstig“ und sind eine finanzielle Belastung, aber selten finanziell existenzbedrohend.

Sonderbedingungen / Risikobedingungen
Manche Versicherungsgesellschaften werben mit ungeheuer günstigen Tarifen, die durch das Kleingedruckte im Schadensfall schnell teuer werden können, da sie die Leistungen der Versicherungen einschränken bzw. die Höhe der Leistungen oder den Haftungsrahmen. Man sollte sich hier vor dem Abschluss der Haftpflichtversicherung beim Vergleich genau darlegen lassen, ob dies der Fall ist und wie sich das ganze auswirkt.

Als grobe Orientierung kann man hier die AHB nehmen und einfach seinen Makler fragen, ob die jeweilige Versicherung davon, und wenn ja, wo, abweicht. Unsere Empfehlung: Es gibt genug Angebote und Versicherungen am Markt, man sollte Haftpflichtversicherungen, die mit zu vielen und vor allem teuren Risikobedingungen und Sonderbedingungen daherkommen ignorieren - man spart sich so oft Zeit und Ärger im Bedarfsfall bei der Schadensregulierung, wenn auf einmal auf diese verwiesen wird.

Schaden-Ausfalldeckung? Der andere muss doch zahlen!
Wir empfehlen, auch wenn dies die Haftpflichtversicherung verteuert, beim Vergleich der Haftpflichtversicherung und beim Abschluss auf eine Schaden-Ausfalldeckung zu achten. Zwar zahlt die Haftpflichtversicherung nur für Schäden, die man anderen zufügt und nicht für selbst erlittene bzw. durch andere Personen selbst erlittene Schäden, aber: wie eingangs erwähnt haben nur 67 % der Deutschen eine private Haftpflichtversicherung!

Hat man nun das Pech, ausgerechnet einen Schaden durch einen derjenigen zu erleiden, die keine private Haftpflichtversicherung haben, bekommt man diesen nicht ersetzt, wenn derjenige auch noch zahlungsunfähig ist. Im klassischen Fall hat man selbst alles richtig gemacht und ist trotzdem ruiniert aufgrund der Schuld anderer Menschen, da man auf den Kosten sitzen bleibt.

Die Schaden-Ausfalldeckung schützt vor diesem Risiko, indem die eigene private Haftpflichtversicherung anstelle der nicht vorhandenen Haftpflichtversicherung des Verursachers tritt - damit dieser Schutz jedoch greift, muss gegen den Verursacher ein gerichtsfester Titel erworben werden.